Courage statt Amtshilfe

05. Februar 2017  Positionen, Presse

Courage statt Amtshilfe

Als ehrenamtlicher Helfer frustriert mich die Abschiebung nicht nur, sondern es macht mich wütend, dass Flüchtlinge in guten Glauben einer Einladung der  Ausländerbehörde folgen und dort dann wie Kriminelle von der Polizei überrascht werden. Es heißt, dass die Abschiebung entsprechend dem Dublin Abkommen geschieht. Das mag sein, aber was heißt es in der Realität? Diese Menschen werden rücksichtslos nach Italien oder Griechenland abgeschoben, wo sie aufgrund der katastrophalen Situation keine Hilfe zu erwarten haben. Vielmehr landen diese Abgeschobenen auf der Straße. Andere werde werden nach Afghanistan, Tunesien oder anderen unsicheren Staaten, in denen Krieg, Verfolgung und Armut existieren.

Sind das die viel gepriesenen westlichen Werte, die wir mittels Bundeswehr weltweit verteidigt werden?

Bevor Flüchtlinge irgendwo hin verfrachtet werden, muss aus humanitärer und auch christlicher Sicht sichergestellt sein, dass sie dort auch sicher sind und existieren können.

Ich würde mir wünschen, dass Landrat Eininger sich vor diese Menschen stellen und sich nicht hinter der „unabwendbaren“ Amtshilfe verstecken würde. Die Verantwortlichen für diese Abschiebepraxis sollten so viel Anstand haben, dass sie Flüchtlinge nicht  sehenden  Auges ins Elend und womöglich in den Tod schicken. Hätten die Verantwortlichen ebenso viel  Energie in die Hilfe vor Ort investiert wie jetzt in die unmenschliche Abschiebpraxis, dann hätte bereits vieles erreicht  werden können.

Wo ist die Hilfe für Syrien? Nachdem monatelang täglich das Elend der Menschen in Ostaleppo dokumentiert wurde? Ich  habe nach der Befreiung der Stadt von den Milzen nicht wahrgenommen, dass von der Bundesregierung nennenswerte Hilfe gesendet wurde.

 


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