Die Linke. Stichworte zum Thema ökologischer Landbau

18. September 2017  Positionen

Stichwort Klimaschutz:

DIE LINKE setzt sich für verbindliche Treibhausgasminimierungsziele und einen sozial-ökologischen Umbau in der Landwirtschaft ein. Zur erhöhten Kohlenstoffbindung im Boden sollten Weiden erhalten werden. Kraftfutter müsste bei Wiederkäuern stärker durch Gras und Heu ersetzt und der Anbau von Getreide und Gemüse so klima- und ressourcenschonend wie möglich gestaltet werden. Im Rahmen der GAP muss das Greening ausgebaut und zielgerichtet konkrete Leistungen für mehr Biodiversität und Klimaschutz honoriert werden.

Stichwort Gentechnik:

DIE LINKE lehnt Agro-Gentechnik als Risikotechnologie ab. Die Koexistenz zwischen Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik ist ein Märchen, weil die Vermeidung von Verunreinigungen auf dem Feld, in Verarbeitung und Vermarktung teuer oder gar unmöglich ist. Solange kein EU-weites Verbot von GV-Pflanzen erreicht ist, setzen wir uns für bundeseinheitliche Anbauverbote für in der EU zugelassene GV-Pflanzen ein. Die Nulltoleranz bei Saatgut und Lebensmitteln darf nicht aufgeweicht und ein Importverbot von GV-Soja muss erlassen werden. Die Bayer-Monsanto-Fusion lehnen wir ab.

 

Stichwort Tierhaltung:

DIE LINKE lehnt Agro-Gentechnik als Risikotechnologie ab. Die Koexistenz zwischen Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik ist ein Märchen, weil die Vermeidung von Verunreinigungen auf dem Feld, in Verarbeitung und Vermarktung teuer oder gar unmöglich ist. Solange kein EU-weites Verbot von GV-Pflanzen erreicht ist, setzen wir uns für bundeseinheitliche Anbauverbote für in der EU zugelassene GV-Pflanzen ein. Die Nulltoleranz bei Saatgut und Lebensmitteln darf nicht aufgeweicht und ein Importverbot von GV-Soja muss erlassen werden. Die Bayer-Monsanto-Fusion lehnen wir ab.

Stichwort Ökologischer Landbau:

DIE LINKE setzt sich für einen starken Ökolandbau ein. Diese Form der Landbewirtschaftung zielt nicht nur auf Ertragssteigerungen, sondern auch auf einen Stoff- und Energiekreislauf im Produktionsprozess– zum Schutz von Boden und Gewässern und zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Da die meisten ökologisch wirtschaftenden Agrarbetriebe sehr arbeitsintensiv sind, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigung im ländlichen Raum. DIE LINKE will den Ökolandbau auf 20 % der landwirtschaftlichen Fläche ausbauen.

Mehr Forschung für den Ökolandbau wird gebraucht (Saatgut, Zuchtlinien, Pflanzenschutz, etc.). Beratung und Wissenstransfer müssen gestärkt, bessere regionale Zugänge zu Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen gesichert werden. DIE LINKE fordert eine Aufstockung des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau. Auch in einer neuen EU-Öko-Verordnung muss das Grundprinzip der Prozessqualität erhalten bleiben. Die Umstellungs- und Beibehaltungsprämie für den Ökolandbau sollte auch im Rahmen der europäischen Argrar-Reform 2020 fortgeführt bleiben

 

Stichwort Glyphosat:

DIE LINKE will als Sofortmaßnahmen die Anwendung von Glyphosat zur Vorerntebehandlung, auf öffentlichen Flächen sowie den Internethandel und Werbung verbieten. Die Widersprüche in der wissenschaftlichen Bewertung der gesundheitlichen Risiken von Glyphosat müssen ausgeräumt und nach dem Vorsorgegrundsatz bewertet werden. Alle Belastungen durch unterschiedliche Erscheinungsformen und -wege von Glyphosat inkl. handelsüblicher Beimittel für Mensch und Umwelt müssen kritisch analysiert werden. DIE LINKE spricht sich für ein transparentes Zulassungsverfahren aus.

 

Stichwort Nitrat:

Die LINKE will die Tierbestände an die regional verfügbaren Flächen anpassen, d.h. dass Gebiete mit hoher Nitratbelastung die Tierbestände abbauen müssen. Obergrenzen für die Stickstoffdüngung müssen an den Standort und an den Nährstoffbedarf der angebauten Kulturarten angepasst werden. DIE LINKE lehnt die Entsorgung überschüssiger Gülle durch den Transport in nährstoffärmere Gebiete ab und will Nährstoffverluste bei der Düngung nur mit maximal 10 % bei der betrieblichen Stoffstrombilanz anrechnen.


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