Heinrich Brinker, Landtagskandidat der Kirchheimer Linken

26. Februar 2016  Positionen, Wahlen

Heinrich Brinker, Landtagskandidat der Kirchheimer Linken

Schon durch seine Herkunft, aufgewachsen auf einem kleinen Bauernhof in Niedersachsen, ziemlich in der Mitte zwischen 6 Brüdern und einer Schwester, bringt Heinrich Brinker seine außergewöhnliche soziale Prägung mit. Für ihn ist die soziale Gerechtigkeit die Basis für eine demokratische Gesellschaft.
Für sich persönlich hätte er den Kampf um soziale Gerechtigkeit nicht aufnehmen müssen, denn nach dem 2. Staatsexamen als Lehrer machte er eine weitere Ausbildung im IT-Bereich und arbeitet seit vielen Jahren im Management eines IT Konzerns, erst in Bremen, dann in Stuttgart und international, immer auf Reisen. Um wieder irgendwo anzukommen, hat er sich vor 10 Jahren entschieden, nach Kirchheim zu ziehen.
Mittlerweile fühlt sich B. in der Stadt Kirchheim heimisch. Er ist Mitbegründer der Kirchheimer Linken, Kreisvorstandssprecher der Linken für den Kreis Esslingen und ist hier in mehreren Initiativen aktiv: dem Kirchheimer Bündnis gegen S21, der Zukunftswerkstadt Kirchheim, dem Kirchheimer Bündnis gegen TTIP und in der Flüchtlingsarbeit. Mittlerweile ist er auch als Kirchheimer Stadtführer bekannt.
Für Brinker hat sich die soziale Frage durch das Flüchtlingsthema zugespitzt. Manche Menschen sehen sich schon in Konkurrenz zu den Flüchtlingen. „Jeder muss ein Auskommen haben, das das Leben und die Teilhabe sichert. Nur das kann Rechtspopulismus und Ausländerfeindlichkeit verhindern. „Wir haben keine Flüchtlingskrise sondern eine Krise der sozialen Gerechtigkeit“, stellt er fest. Während die Reichen in BaWü immer reicher werden, werden die Menschen mit mittleren und niedrigeren Einkommen immer mehr zur Kasse gebeten. Es wird Zeit, dass die Reichen endlich ihren Beitrag für unser Land übernehmen, deshalb fordert die Linke, dass Millionäre ab der zweiten Million 5% Vermögenssteuer zahlen. Ergänzt durch eine Steuer für die Erbschaften in Millionenhöhe können dadurch allein ca. 8 Mrd. Euro jährlich in BaWü bereitgestellt werden.
„Wir wollen ein Landesprogramm gegen Armut starten. Dazu gehört die Beseitigung der Wohnungsnot, die nicht erst durch die Flüchtlinge entstand, sondern durch eine unverantwortliche Politik des Privatisieren und Abschaffung des sozialen Wohnungsbaus“, so Heinrich Brinker, „Die Privatisierung von öffentlichen Wohnungen muss verhindert werden und Kommunen müssen in die Lage versetzt, ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen und die Mieten sozial zu gestalten. Dies geht nur über landesweites Wohnungsförderungsprogramm von mindestens 250 Mio . Es müssen mindestens 50.000 Wohnungen davon 30% Sozialwohnungen pro Jahr zur Verfügung gestellt werden.“
Weiter fordert B. „Wir finden es muss Schluss sein mit prekären und befristeten Arbeitsverträgen. Wenn befristet, dann müssen Beschäftigte in diesem Bereich aufgrund des unsicheren Arbeitsplatzes mehr verdienen als die mit einem unbefristeten Vertrag. Befristete Verträge müssen die Ausnahme sein. Erst mit Agenda 2010 haben SPD und Grüne die massenhafte Ausbreitung der prekären Arbeitsverhältnisse ermöglicht. Wir fordern, dass der Mindestlohn auf mindestens 10 Euro angehoben wird.“
Zu den sozialen Themen gehört für Brinker unbedingt die Chancengleichheit. „Dafür müssen die schulischen Strukturen geschaffen und die Eltern beteiligt werden. Inklusion, Lehrmittelfreiheit und auch ein kostenloses Mittagessen gehören dazu. Generell muss gewährleistet werden, dass die Ausbildung aller Kinder von KITA bis zum Universitätsabschluss gebührenfrei ist.“
„Wir wollen sicherstellen, dass jeder unabhängig vom Einkommen die Chance hat, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Deswegen fordern wir ein Sozialticket, mit dem Menschen mit geringem Einkommen kostenfrei im ganzen VVS Netz fahren können.“

Wer die Millionäre und Milliardäre nicht zur Kasse bitten will, der wird keine Wende zur sozialen Gerechtigkeit einleiten können. Wie will man sonst den Kommunen ausreichende Mittel zur Verfügung stellen?
„Wir Linken sind die einzige Stimme für Soziale Gerechtigkeit, die dringend im Landtag gebraucht wird.“

Ute Dahner


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