Lieber Umstieg 21 als Stuttgart 24

15. Oktober 2016  Positionen, Presse, Stuttgart 21

Lieber Umstieg 21 als Stuttgart 24

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine weitere Ungereimtheit zu Stuttgart 21 öffentlich wird. Im Artikel „Stuttgart 21 kommt drei Jahre später?“ will man uns weiß machen, dass trotz drei Jahren Verzögerung keine zusätzlichen Kosten entstehen sollen. Dies gleicht einem Wunder im Projektmanagement.

Leider wollen die Herrschaften ihre geniale Rechnung nicht öffentlich machen. Warum diese Heimlichkeit? Sollte sich der Bundesrechnungshof um 3 Mrd. verrechnet haben? Dieser hatte knapp 10 Mrd. € ausgerechnet. Vielleicht sollten wir uns hin und wieder daran erinnern, dass das ganze Projekt ursprünglich 4,5 Mrd € kosten sollte und Experten vor Jahren schon 10 Mrd € geschätzt hatten. Jetzt rechnet die Bahn ganz selbstverständlich mit 6,5 Mrd. €. Wer zahlt eigentlich die zusätzlichen 2Mrd €? Wer zahlt die weiteren Kostensteigerungen?

Es ist schon erstaunlich wie ein „Staatsunternehmen“ wie die Bundesbahn mit Rückdeckung der Bundesregierung und Landespolitikern  Mrd. € verzocken dürfen. Das Management haftet nicht, sondern der Steuerzahler .

Mich verwundert aber noch mehr, dass die von Wissenschaftlern und Experten entwickelte Alternative im Artikel nicht mal erwähnt wird. Dieses Konzept nutzt die bisherigen Baumaßnahmen von Stuttgart 21 und erweitert das Projekt z.B. um den lange geforderten S-Bahn-Ringschluss von den Fildern ins Neckartal. Und das Beste ist: Das ganze Projekt mit sehr vielen Verbesserungen für Stuttgart und Umgebung wird nur ungefähr 4 Mrd. € kosten, also eine Ersparnis gegenüber den Berechnungen vom Bundesrechnungshof von 6 Mrd. €.

Wann wird die Bundesregierung und auch unsere Landesregierung endlich aufhören Milliarden zu verschwenden, Stuttgart 21 stoppen und Experten vom Projekt Umstieg 21 einbeziehen?

Heinrich Brinker

 


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