Wie der Aldi-Gründer sein Geld vor dem Staat schützte

30. Juli 2014  Steuern
Aldi

Foto: Privat

Quelle: SZ

Um den Zugriff des Fiskus zu verhindern und seiner Familie zugleich dauerhaft die unternehmerische Kontrolle über Aldi Süd zu sichern, hatte Albrecht bereits in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts vorgesorgt. Er entschied sich für das damals beliebte “Doppelstiftungsmodell”, bei dem reiche Unternehmer ihr Vermögen auf eine Familienstiftung und eine oder mehrere gemeinnützige Stiftungen übertragen.
Meist ist es so, dass die Familienstiftung die Mehrheit der Stimmrechte und die gemeinnützige Stiftung das Gros der Kapitalanteile übernimmt. So behält die Familie das Sagen und spart kräftig Steuern. Bei Aldi mischen unter anderem besagte Siepmann-Stiftung als Familienstiftung sowie die Oertl- und die Elisen-Stiftung mit, die sich der Förderung der medizinischen Forschung beziehungsweise der Kultur verschrieben haben. Im Doppelstiftungsmodell erhalten die sogenannten Begünstigten – im Falle der Siepmann-Stiftung waren das Karl Albrecht selbst, seine Frau, die gemeinsamen Kinder und deren Nachkommen – Zuwendungen von der Familienstiftung, damit sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Die Erlöse müssen versteuert werden – allerdings nur mit der Abgeltungsteuer von 25 Prozent. Dass nicht der im Zweifel deutlich höhere Einkommensteuertarif greift, wird damit begründet, dass die Stiftung selbst Körperschaft- und Gewerbesteuer zahlen muss.

Anmerkung WL: Der Aldi-Gründer „schützte“ also sein Geld vor dem Staat, indem er legal Steuern hinterzog und mit 25% Abgeltungssteuer weniger Steuern an den Staat abführte als jeder mittlere Lohnempfänger und Einkommenssteuerzahler.

10 Jahre BILDblog.de: BILD hat ein besonderes Verhältnis von Größe, Wirkung und Verantwortungslosigkeit

18. Juni 2014  Allgemein

bildbloglogoQuelle: Deustchlandradio [Audio – mp3]

Seit zehn Jahren betreibt das “BILDblog” gepflegte Kollegenschelte – vor allem in Richtung der BILD-Zeitung. Das Besondere an der BILD sei das alltägliche Grenzenüberschreiten, Fehlermachen und Ignorieren von Persönlichkeitsrechten, erklärt BILDblog-Gründer Stefan Niggemeier im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Das habe sich seit zehn Jahren nicht verändert, so Niggemeier, der immer noch als Autor bei dem Watchblog dabei ist. Dass auch viele Journalisten glauben würden, was in der BILD-Zeitung steht und es dann abschreiben, sei ein weiteres Problem. BILDblog-Gründer Stefan Niggemeier im Gespräch mit Christoph Sterz über die Relevanz des Blogs, die Entwicklung der Medienberichterstattung und die Abschreibementalität vieler Journalisten.

Quelle: youtube   –  BILDblog-Werbespot

Fußball-WM 2014 in Brasilien

15. Juni 2014  Sport
Bilquelle: ND

Bildquelle: ND

Nun beginnt sie wieder, die Jagd nach Bällen, Toren, Punkten, Platzierungen und dem Weltmeister-Titel. Das Finale findet am 13. Juli statt. Flankiert wird das Fußballfest in Brasilien von Protesten und von Korruptionsvorwürfen gegen die FIFA.

Hier finden Sie tagesaktuelle Berichte und Kommentare rund um die Fußball-WM 2014 in Brasilien.

TAFTA – die große Unterwerfung

05. Juni 2014  USA

lemonde-zeitung-gefaltetQuelle: Le Monde diplomatique

von Lori Wallach

Aufgeregte Politiker von Berlin bis Brüssel sehen durch den NSA-Skandal das Transatlantische Freihandelsabkommen in Gefahr. Über das, was in dem angestrebten Vertrag stehen soll, reden sie nicht so gern. Ein Blick auf die ersten Blaupausen lässt ahnen, was Europas Bürger nicht zu früh erfahren sollen.

Bereits vor fünfzehn Jahren versuchten Großunternehmen bei den Verhandlungen über das Multilaterale Investitionsabkommen (MAI) ihre Macht heimlich still und leise in unvorstellbarem Maße auszuweiten. Damals scheiterte das Projekt am hartnäckigen Widerstand der Öffentlichkeit und der Parlamente. Damit wurde unter anderem verhindert, dass sich einzelne Konzerne denselben Rechtsstatus wie Nationalstaaten verschaffen konnten. Das hätte etwa bedeutet, dass Unternehmen eine Regierung verklagen können, „entgangene Gewinne“ aus Steuergeldern auszugleichen.

Jetzt aber kommen diese Pläne erneut auf den Tisch, und zwar in deutlich verschärfter Fassung. Der offizielle Name des neuen Projekts lautet „Transatlantic Trade and Investment Partnership“, abgekürzt TTIP. Dieses transatlantische Handels- und Investitionsabkommen soll, ähnlich wie früher das MAI, die Privilegien von Konzernen und Investoren absichern und sogar noch ausweiten. So wollen die EU und die USA ihre jeweiligen Standards in „nicht handelspolitischen“ Bereichen vereinheitlichen. Diese angestrebte „Harmonisierung“ orientiert sich erwartungsgemäß an den Interessen der Konzerne und Investoren. Werden deren Standards nicht erfüllt, können zeitlich unbegrenzte Handelssanktionen verhängt werden. Oder es werden gigantische Entschädigungen für die Unternehmen fällig.     weiterlesen….

Quelle: Youtube

Gefährliche Geheimnisse: Wie USA und EU den Freihandel planen

 

Betriebsstörung – Macht die Bahn noch mobil?

04. Juni 2014  Allgemein

Quelle: ARD und Youtube

Die Deutsche Bahn macht Negativschlagzeilen: unpünktlich, überlastet, teuer – und jetzt auch noch mit verhagelter Bilanz. Bahnchef Grube braucht Geld, um fehlendes Personal einzustellen und um die Infrastruktur instand zu setzen. Rund 30 Milliarden Euro fehlen der Bahn, um bröselnde Brücken, Schienen und Stellwerke zu erneuern, klagt Grube. Wer hat eigentlich Schuld am miserablen Bild der Bahn? Die Bahn von heute? Ex-Bahnchefs…

Anmerkung AM: Insgesamt ein interessanter Film. Gut ist z.B. die Konfrontation der Deutschen Bahn mit den Kommentaren des ehemaligen Bahnchefs der Schweiz; etwas sonderbar, den früheren Bahnchef Ludewig zu kritischen Kommentaren einzuladen. Er war auch nur wenig besser als der Bahn-Zerstörer Mehdorn.

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